Anmerkungen zu Sprache

Sprache ist ein zentrales Element unserer Kommunikation und wunderschön. Ich versuche so zu schreiben, dass es für viele Menschen möglichst verständlich ist und freue mich über Rückmeldungen, wenn etwas besonders gut oder eben doch nicht so klar formuliert ist.

Ein besonderer Schatz der Menschheit ist, dass es so viele wunderschöne Sprachen gibt. Wenn Personen Interesse haben, diese Seite oder einzelne Artikel auf andere Sprachen zu übersetzen, meldet Euch gerne bei mir. Ebenso bin ich mir bewusst, dass nicht alle Menschen „durchschnittliche“ Sprache verstehen. Wenn es Menschen gibt, die sich mit „leichter“ Sprache auskennen und Interesse haben, Texte in einfache Sprache zu bringen, bitte ebenso melden.

In diesem Blog bemühe ich michmöglichst sensibel und inklusiv zu schreiben und keine Diskriminierungen und Abwertungen zu reproduzieren. Ich verwende geschlechtergerechte Sprache mit der Version des Unterstrich, z.B. schreibe ich Krankenpfleger_innen. Der _ wird auch „gender gap“ im Englischen genannt und soll zeigen, dass es zwischen männlich und weiblich, Männern und Frauen auch noch andere Geschlechter und Geschlechtsidentitäten gibt. Es gibt trans*geschlechtliche und intergeschlechtliche Menschen und andere, die sich nicht wiederfinden in einem System, dass nur zwei Geschlechter kennt.

Als schwuler Mann und queerer Mensch bin ich selbst von der kollektiven Erfahrung und dem kollektiven Trauma betroffen, dass Menschen wie ich verfolgt, beschämtl, bestraft , ausgegrenzt bishin getötet wurden. Viele engagierte Aktivist_innen der lesbisch-schwulen, bisexuellen und queeren Bewegungen haben durch harte Kämpfe und Arbeit erreicht, dass es heutzutage in manchen Ländern einfacher und akzeptierter ist als schwul-bi-lesbischer Mensch zu leben. Nach diesen Errungenschaften, kommt nun hoffentlich die Zeit der Anerkennung für trans* und intergeschlechtliche, nicht-binäre und gender-nicht-konform lebende Menschen.

Besonders als Krebsüberlebender ist mir wichtig, dass Gesundheit allen Menschen zu Gute kommt. Wenn wir als Gesellschaft bestimmten Menschen die ganze Zeit erzählen, dass es sie eigentlich nicht gibt oder geben soll, dann ist und fördert das Gewalt und Diskriminierung und stellt eine große Hürde für Gesundheit und manchmal tatsächlich Überleben dar.

back view of a man in black shirt standing near a bush
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Auf meinem Blog möchte ich solidarisch mit Menschen aus trans* inter* und nicht-binären Comunities sein und zu einem Verständnis von geschlechtlicher Vielfalt beitragen. Trans* Menschen werden noch immer pathologisiert (so wie lange und teilweise noch immer homosexulles „Verhalten“ oder Homosexualität)-. Inter* Personen sind noch immer nicht vor Gewalt und nicht-konsensuellen Zwangs“operationen“ geschützt. Hier braucht es einen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel und Engagement vieler Menschen!

Hier findest du einen kurzen Artikel und den Link zum Verein TransInterQueer e.V. in Berlin, auf dessen Homepage es viele Informationen gibt. Zum Thema diskriminierungssensibler Sprachgebrauch gibt die Bundeszentrale für Politische Bildung auch einen guten Überblick.