Das Hier und Jetzt zur Heilung nutzen – Teil 1: Welle und Ozean – Eckhart Tolle

„Beyond happiness and unhappiness there is peace“
„Jenseits von Glücklich-sein und Unglücklich-sein, ist Frieden“
Eckhart Tolle

Ich kann gar nicht annähernd ausdrücken, wie viel mir Vorträge, Meditationen sowie die Bücher eines spirituellen Lehrers mit dem Namen Eckhart Tolle bei meiner Krankheitsbewältigung geholfen haben. Ich würde soweit gehen, dass ich sage, dass Eckhart Tolle mir indirekt das Leben gerettet hat. Falls das Wort spirituell bei dir negativ besetzt ist oder stört, ersetze es einfach durch ein anderes Wort, wie z.B. verbindend, mit Kraft verbindend, unterstützend oder was auch immer.
Jedenfalls habe ich durch seine Lehren das erste Mal wirklich erkannt, dass es mehr gibt, als wir mit unserem Verstand zunächst erkennen können. Ich wollte gerade „ich habe es das erste Mal verstanden“ schreiben, aber ich finde „erkannt“ passt besser, da sich solche Erkenntnisse, meiner Meinung nach, nicht mit dem Verstand verstehen lassen. Deswegen ist dieser Artikel auch der Kategorie „Erkenntnisse“ zugeordnet, zudem ich schon zur Einleitung diesen Artikel geschrieben habe.

Ich habe diesen Artikel nach der Metapher von Wellen und Ozean betitelt, weil es mir beim Nachdenken über Eckhart Tolles Lehren irgendwie als die Quintessenz vorgekommen ist. Es ergibt für mich Sinn zwischen unserem Inneren Wesen oder Da-sein, also unserem Leben an sich und dem Außen, das, was in unserem Leben passiert, unserer Lebenssituation zu unterscheiden.
Mich hat es Anfangs sehr verwirrt, wenn ich gewisse (spirituelle) Ideen oder Gedanken nicht der richtigen Ebene zugeordnet habe. Ich glaube, dass das vielen Menschen so geht. Wenn man aber einmal weiß, auf welcher Ebene welche Information angesiedelt ist, dann fällt es leichter zu verstehen, was gemeint ist.

Beispielsweise habe ich mich immer gefragt was „Im Jetzt leben“ heißen soll. Ich habe immer gedacht, das bedeutet, sich keine Gedanken machen, was morgen kommen wird, nichts planen, keiner Tätigkeit nachgehen, sich um nichts kümmern, und so weiter. Also quasi nichts zu tun, sich passiv im Leben treiben lassen ohne Eigeninitiative, -verantwortung oder Ziele. Ich habe das „im Jetzt leben“ also auf die Lebenssituation bezogen und nicht auf das Leben an sich.

Durch Eckhart Tolle habe ich zum ersten Mal verstanden, was das mit dem „Jetzt“ wirklich heißt. Das Buch, mit dem er bekannt geworden ist, heißt auf Englisch „the power of now“ und auf Deutsch schlicht und einfach „Jetzt“. Dabei wird gezeigt, dass es beim „Im Jetzt leben“ um einen gewissen Bewusstseinszustand und eine tiefe spirituelle Erkenntnis / ein tiefes Verstehen über die Welt, das Leben, das Universum oder wie auch immer, geht. Wie ich in diesem Artikel zeigen möchte, ist das Jetzt die Tür, mit der wir von der Meeresoberfläche, den Wellen, Außen tiefer in den ganzen Ozean/ nach Innen gehen können.
Die Fähigkeit wirklich im Jetzt zu leben, und in jedem Moment die Verbindung mit „dem Ganzen“ zu spüren, wird dann oft – so verstehe ich es – als Erleuchtung bezeichnet.

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich nicht glaube, erleuchtet zu sein. Ich bin noch ganz Mensch und ständig in meinen menschlichen Gefühlswirrwarr und Prozessen verstrickt. Ich habe auch nicht wirklich das Ziel „erleuchtet“ zu werden. Mein Ziel ist eher möglichst zufrieden und glücklich zu sein und auf verschiedene Weise diese positive Energien auch mit anderen Menschen zu teilen oder ihnen zu helfen, diese zu finden.
Dieser Artikel beschreibt kurz Eckhart Tolles Geschichte und meine Gedanken dazu. Dann möchte ich zeigen, wie ich die zwei Ebenen Leben an sich/Innen/Ozean und Lebenssituation/Außen/Wellen verstehe und darauf eingehen, warum mir das bei meiner Krankheit so geholfen hat.

1. Bin ich eins oder zwei?

In der Einleitung zu seinem Buch „Jetzt“ beschreibt Eckhart Tolle ein Erlebnis, mit dem sein spiritueller Weg begonnen hat. Er schreibt, dass er bis zu seinem 30. Lebensjahr in fast durchgängiger Angst, mit wiederkehrenden suizidalen Phasen und Gedanken, gelebt hat. Eines Nachts ist er mit einem stark depressiven Gefühl aufgewacht. Alles schien feindselig und sinnlos zu sein. Er fragte sich, wozu es überhaupt Sinn mache am Leben zu bleiben, wenn doch das Leben voller Elend und Leid war.

Er hatte den immer wiederkehrenden Gedanken „Ich kann mit mir nicht mehr leben („I can not live with myself any longer“). Dann begann er, diesen Gedanken zu hinterfragen. Er fragte sich, ob er ein oder zwei Personen in sich vereine. Wenn „er“ mit „sich“ nicht mehr leben kann, dann muss es irgendwie zwei Versionen von ihm geben. Das „Ich“, das mit „ihm“ nicht mehr leben kann. Er fragte sich, ob vielleicht nur Eine dieser beiden Versionen real und echt war. Im Original: „ „Am I one or two? If I cannot live with myself, there must be two of me: the ´I´ and the ´self´ that ´I´ cannot live with.“ „Maybe,“ I thought, „only one of them is real“ “ (Tolle 2011: 1).

Daraufhin hat sein Verstand aufgehört zu denken und er fühlte sich so, als würde er von einer enormen Energie in eine „Leerheit“ eingesogen. Sein ganzer Körper begann zu vibrieren und an einem Punkt, hat er die Erinnerung, an das, was weiter passiert ist, verloren.
Als er am nächsten Tag aufwachte, empfand er alles in seiner Wohnung, alle Geräusche und das Licht als wunderbare Wahrnehmungen, so als ob alles neu und faszinierend ist. Als er dann hinaus gegangen ist, fühlte sich die ganze Welt wunderbar und von Liebe durchtränkt an. Er hat eine Zeit lang weiter sein Leben gelebt aber gespürt, dass was im Außen passiert, eigentlich vollkommen egal ist, da er durch seinen inneren Zustand quasi den Himmel auf Erden erfährt.

Später hat er realisiert, dass das, was ihm passiert ist, das ist, was manche Menschen „Erleuchtung“ nennen und wonach sie suchen. Er hat erkannt, dass sein Bewusstsein sich von seinem Verstand / seiner Identität getrennt hat, die so unglücklich war. Es folgte eine Zeit in seinem Leben, in der er als Obdachloser gelebt hat, ohne jeglichen Besitz oder sozialer Beziehungen. Er hat es genossen auf Parkbänken zu sitzen und war zufrieden damit, einfach am Leben zu sein (vgl ebenda: 3).

Irgendwann hat er dann wieder begonnen auch im Außen einer Tätigkeit nachzugehen und mit Menschen über seine Erkenntnisse zu sprechen, bis er irgendwann ein spiritueller Lehrer wurde.

~

Ich würde nicht sagen, dass ich so ein starkes Erlebnis hatte, aber es gab definitiv zwei bis drei Momente während meiner Erkrankung, mit zumindest im Ansatz ähnlichen Zuständen. Es war eigentlich mehr als nur ein Gefühl von Glücklich-sein. Es war irgendwie ein tiefes „Wissen“, dass alles in meinem Leben okay ist, mir nichts passieren kann, ich geliebt bin. Ich hatte keinerlei Angst davor zu Sterben und dachte, selbst, wenn ich sterben würde, wäre es nicht das „Ende“ der Welt.

Ich war an vielen Momenten meiner Erkrankung – also trotzdem ich Krebs hatte – so glücklich und zufrieden wie noch nie sonst in meinem Leben. Im Eingangsartikel zu den Erkenntnissen erwähne ich einen für mich wichtigen Moment auf der Station für Transfusionsmedizin im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien. Eckhart Tolle würde wahrscheinlich sagen, dass mein Verstand / mein Ego für einen kurzen Moment kollabiert ist und ich gespürt habe,dass ich mehr bin als nur meine Lebenssituation oder das was ich denke und glaube. Ich konnte im Laufe meiner Erkrankung mehr und mehr im „Jetzt“ leben und glücklich sein, trotzdem meine Lebenssituation im Außen noch immer durch Chemotherapie sehr anstrengend und mühsam war.

2. Wellen und Ozean

Was bedeutet also „im Jetzt“ leben und was hat das mit zwei Ebenen zu tun? Ich habe unten eine Gegenüberstellung von ein paar Wörtern aufgelistet und verpacke sie in Anlehnung an Eckhart Tolle an die Metapher des Ozeans. Ich werde versuchen anhand mehrerer Beispiele zu erklären, was das alles bedeutet.

Bild zeigt Ozean mit ruhigen Wellen bei Sonnenuntergang mit einer Person die auf einem umgefallenen Palmenstamm balanciert
(c) Bernhard Hinterreiter

 

Ozean

Jetzt

Innen

Leben

Bewusst-sein

innerer Frieden

Sein-Modus

Individuum

Welle

 Zukunft
Vergangen-heit

Außen

Lebens-situation

Verstand / Identität

Glücklich / unglücklich

Tun-Modus

Verbunden-
heit

Ich habe durch meine Erkrankung erkannt, dass ich mehr bin als nur dieser Körper oder mein Verstand oder meine Lebenssituation. Ich habe erkannt, dass ich mehr bin, als alle möglichen Gefühle, Ideen und Konzepte oder dass der „Erfolg“ meines Lebens nicht davon abhängt, was im Außen passiert oder ich in meinem Leben tue.

Im konventionellen Sinne könnte man sagen, dass – als ich krank war – es nicht viel gab mit dem ich meinen Lebenssinn / meine Identität aufbauen konnte. Ich war einfach und allein damit beschäftigt zu „überleben“. Es gab keinen „tollen“ Job, keine spannenden/aufregenden Urlaube/Reisen, keine gesellschaftliche „Leistung“, die ich erbrachte, keinen Lebenspartner oder sexuelle Abenteuer. Ich hatte kein spannendes Leben eines Mitte Zwanzigjährigen mit Kulturprogrammen, Ausgehen und Partys gehabt. Also viele der Dinge, mit denen ich vorher meine Identität und Lebenssinn / „Erfolg“ im Außen aufzubauen versucht habe, stand mir nicht zur Verfügung.

Die meiste Zeit meines Lebens habe ich mit ständigen Ängsten gelebt nicht genug zu sein. Nichts im Außen konnte mir das Gefühl geben „genug“ zu sein oder zu haben. Ständig gab es Gedanken, die mich selbst attackierten und Gefühle von Druck, Wertlosigkeit und Angst. Ich war unter Leistungsdruck bezüglich meiner Arbeit „ich brauche mehr Erfahrung, ich kann nicht genug“, meiner Reflexionsfähigkeit „ich muss mehr an meinen psychischen Prozessen arbeiten“, bis zu meiner Freizeitgestaltung „ich sollte mehr fortgehen, Spaß haben, mein Leben ist so langweilig“.
Zusätzlich gab es immer Gedanken wie/wann es in der Zukunft besser sein wird, wenn x / y / z anders ist. „Wenn ich zwei Jahre Arbeitserfahrung habe und dann noch einen Master Studiengang mache, dann habe ich genug Erfahrung für das und jenes“, oder „wenn ich noch 6 Monate regelmäßig trainiere, dann bin ich attraktiv genug“. Ich könnte hier millionenfach Beispiele aufzählen.

Manchmal schien es, als ob es fast nichts in meinem Leben gab, das für mich nicht stressig war. Ich war eben nur auf der Meeresoberfläche/im Außen und so bin ich bei jedem Wind, schnell ins Strudeln gekommen. Wenn es mal ruhig war, war ich glücklich und hoffte, dass es immer so bleiben wird. Wenn es wieder stürmisch wurde, war ich enttäuscht, dass ich es nicht geschafft hatte, dieses „Glück“ zu erhalten.

Mit dem Krebs habe ich geschnallt, dass es noch eine andere Ebene gibt, nämlich den ganzen Ozean. Ich habe mit Eckhart Tolle verstanden, dass ich nichts im „Außen“ brauche um glücklich zu sein, oder dass ich es nicht als „Problem“ oder furchtbar ansehen muss, dass ich Krebs habe. Ich habe gelernt, dass ich mich nicht nur als Summe meiner Identitätsanteile und Lebensgeschichte / oder Tätigkeiten verstehen muss.
Stattdessen kann ich mich auch als das Bewusstsein verstehen, dass alle Eindrücke und Informationen jeden Moments wahrnehmen kann. Es gibt nicht nur meine Vergangenheit / Geschichte und Pläne / Ideen / Gedanken für die Zukunft, sondern es gibt immer nur den jetzigen Moment. Ich kann mich als das Bewusstsein verstehen, das von Moment zu Moment im Jetzt wahrnehmen kann, was passiert. Und ich habe verstanden, dass dieses Bewusstsein nicht unabhängig von meinen Mitmenschen, den anderen Lebensformen und dieses ganzen Planeten ist. Selbst wenn mein Körper stirbt, muss das nicht bedeuten, dass „ich“ damit sterbe. Eine für mich sehr revolutionäre Erfahrung.

Diese Ebene ist das, wovon verschiedene spirituelle Zugänge / Traditionen sprechen und manche Menschen vielleicht als Gott, Nirvana, Paradies, Universum, Natur, bedingungslose Liebe oder wie auch immer bezeichnen.
Zumindest denke ich, dass das, was Menschen irgendwann als „Gott“ zu bezeichnen begonnen haben, eben darauf hinweist. Heutzutage ist diese Bedeutung bei den meisten konventionellen Religionen jedoch verloren gegangen, und institutionalisierte Religionen erzeugen meiner Meinung nach mehr Leid, Gewalt und Unterdrückung als sie Menschen unterstützen. Ich verwende deswegen das Wort Gott nicht, sondern eher Ganzheit, “Einssein“, Natur, Mutter Erde oder so irgendetwas. Es ist auch egal, wie du oder mensch es bezeichnet. Ich fand es für mich eine gewisse innere Revolution zu erkennen, dass es eine Kraft gibt, die alles Leben und Erscheinungen zusammenhält, die auch in uns ist und die ich nutzen kann, um gesund zu werden und zu bleiben.

Die Stille des Ozeans nutzen – den Anker auswerfen

Ich bin davon überzeugt, dass ich auch deswegen überlebt habe, weil ich diese Erkenntnis erfahren durfte. Es ist unglaublich stark zu spüren/ zu erfahren, dass ich nicht nur ein paar Wellen auf dem Ozean, sondern auch der ganze Ozean bin. Ich habe erfahren dürfen, dass es im Körper sehr viele Energieressourcen mobilisiert, wenn ich regelmäßig oder zumindest öfters in Zustände komme, in denen ich diese Verbundenheit spüre.

Um in der Metapher zu bleiben: Besonders wenn die Lebenssituation schwierig ist, die Wellen also besonders hoch sind und das Schiff, auf dem wir durchs Leben segeln, stark hin- und hergeworfen wird, (bis es vielleicht bis es fast zu kentern droht), ist es wichtig, dass wir einen Anker auswerfen, der möglichst tief hinunter in den Ozean geht, und uns mit der Stille/Kraft/Präsenz/inneren Frieden oder wie auch immer du es nennen willst, verbindet. Mit der Ruhe und Stabilität, die im tieferen Ozean oder am Grund herrschen, können wir unser Schiff sicher durch die Wellen tragen. Ins reale Leben übertragen, können wir mit der Verbindung zu dieser Ganzheit Energie und Kraft generieren, mit der wir schwierige Lebenssituationen /-krisen oder z.B. Krankheiten besser bewältigen können.

Dieser Anker ist für mich Präsenz/Achtsamkeit/Körperbewusstsein also die Fähigkeit im Moment/im Jetzt zu leben. Achtsamkeit oder auf Englisch „Mindfulness“ war für mich etwas Lebensrettendes. Deswegen ist bei den Ressourcen auch ein eigener Block nur darüber zu finden.
Eckhart Tolle schreibt, dass es im Jetzt keine Probleme gibt. Alle Probleme sind Gedanken des Verstandes und beziehen sich auf Vergangenheit oder die Zukunft. Außer man hat gerade starke Schmerzen, leidet Hunger oder erfährt vielleicht Gewalt oder Folter, gibt es eigentlich Nichts was im Jetzt ein Problem ist.

An meiner Geschichte konkretisiert denke ich mir folgendes: Ich glaube es hat mir geholfen am Leben zu bleiben, weil ich durch diesen Zugang meine Ängste und negativen Gedanken zum ersten Mal zumindest ab und zu phasenweise abstellen konnte. Anstelle mir z.B. 100x am Tag zu denken „Oh mein Gott, was wenn ich es nicht schaffe“ oder „ich habe keine Lust auf Krankenhaus“was wird wohl nachher sein?“ „Hätte ich doch früher schon“ oder „alles ist so mühsam“ habe ich mir Dinge gedacht wie: „Mhm, diese Kissen sind sehr flauschig“ oder „ah die Krankenpflegerin ist heute besonders freundlich“ oder „wie schön sich die Sonne in der Infusionsflasche und Kanüle spiegelt“. Oder ich hatte viele negative / abwertende Gedanken, aber ich habe sie etwas mehr mit Distanz betrachten können und so etwas zu mir gesagt wie: „Ah, wieder ein angstvoller Gedanke, „Hallo“. Ich frage mich, wie lang er da sein wird, und welcher Gedanke als nächstes kommt.“

Durch die Lebenssituation mit Chemotherapie und Krebs und diesem Verständnis habe ich gesehen, dass ich im Jetzt leben „muss“. Ich brauche mir darüber, wie meine Zukunft aussehen könnte, keine Gedanken machen, wenn ich jetzt nicht wieder gesund werde.

Wie ich bei den Ressourcen zeige, glaube ich, dass der Körper permanent daran arbeitet, sich selbst in den soweit möglichen, optimalen Gesundheitszustand zu bringen. Er braucht dafür aber ein gutes inneres Klima in einem entspannten Zustand. Durch die spirituelle Verbundenheit mit dem Ganzen (=Ozean) bzw. durch das im Jetzt sein, glaube ich, konnte ich dazu beitragen, dieses entspannte Klima in mir herzustellen, wodurch die Therapien gut wirken konnten.

Fazit

Your life situation may be full of problems, most life situations are, but find out if you have any problem at this moment, not tomorrow or in ten minutes but now”
(„Deine Lebenssituation ist vielleicht voller Probleme, die Meisten sind es.Aber finde heraus ob du ein Problem in diesem Moment hast, nicht morgen oder in zehn Minuten, sondern jetzt.)

Eckhart Tolle

Ich weiß nicht, ob diese paar Absätze irgendwie Sinn machen. Es ist schwer etwas in Worte zu fassen, was sich auf etwas bezieht das hinter oder tiefer ist, als die Bedeutung von Worten. Worte sind ja auch nur Denken und damit den Begrenzungen unseres Verstandes unterworfen. Es gibt – wie Eckhart Tolle sagt – auch nichts zu verstehen. Das was ich meine und versucht habe mit dieser Metapher auszudrücken, kann mensch nicht durch Lesen oder Denken verstehen. Man kann es nur zum richtigen Zeitpunkt erfahren. Für viele Menschen ist Meditation und die Kultivierung von Achtsamkeit eine Möglichkeit dafür. Andere Menschen betreiben vielleicht Extremsport oder Tantra oder durchleben eine Krise oder Erkrankung.

Für alle Menschen, aber besonders, wenn wir mit einer potentiell tödlichen Erkrankung wie Krebs konfrontiert werden, ist es wichtig, uns mit der Kraft des Jetzt / mit der Tiefe des Ozeans zu verbinden. Egal was es ist, alles was uns dabei hilft ist wertvoll und kann – glaube ich – sogar lebensrettend sein.
Ich werde bald einen zweiten Teil dieses Artikels posten und danach auch einen Artikel in der Ressourcen-abteilung, die sich nochmals mit anderen Metaphern und Erfahrungen mit dem Jetzt auseinandersetzen. Bis dahin wünsche ich noch einen wunderbaren Tag!

Ressourcen

Eckhart Tolle (2011): The power of Now. A guide to spiritual enlightenment, Hodder & Stoughton
deutsche Ausgabe (2017): Jetzt! Die Kraft der Gegenwart. jkamphausen,10. Auflage

www.eckharttolle.com
Homepage des Autors


Ein Gedanke zu “Das Hier und Jetzt zur Heilung nutzen – Teil 1: Welle und Ozean – Eckhart Tolle

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