Ein paar Gedanken und Tipps zum Thema Chemotherapie – zwei Jahre Post Chemo

Das Bild zeigt einen Infusionsständer mit vier Fläschen.Die Schläuche der Fläschcen reflektieren das Sonnenlicht, das durch das Fenster ins Zimmer kommt

Gestern vor zwei Jahren war der letzte Tag, den ich auf der onkologischen Abteilung eines Spitals verbracht habe. Sei zwei Jahren bin ich also offiziell in Nachsorge und „geheilt“. Krass wie schnell die Zeit vergangen ist!

Ich kann mich gar nicht genau daran erinnern, was ich über Chemotherapie dachte, oder welche Verbindungen ich damit hatte, bevor ich an Krebs erkrankt bin. Etwa vor 5 Jahren, also drei Jahre vor meiner Erkrankung ist eine gute Freundin von mir mit Mitte 50 an Lungenkrebs gestorben. Ich kann mich erinnern, dass es sehr mühsam war für sie. Aber auch damals habe ich gar nicht wirklich gefasst, was Krebs oder Chemotherapie bedeutet. Irgendwie war es einfach negativ besetzt, ich wusste dass es Nebenwirkungen hat, eigentlich Gift ist und dass einem die Haare ausfallen.
In diesem Artikel möchte ich ein paar Gedanken zu dieser Ressource zusammenfassen. Denn Chemotherapie ist eine Ressource. Zumindest war sie das definitiv für mich, denn ohne Chemotherapie wäre ich jetzt nicht mehr hier. Eine komische Ressource mit Nebenwirkungen und Anstrengungen, deswegen möchte ich ein paar Tipps teilen, die mir geholfen haben und die auch in integrativen onkologischen Zentren verwendet werden.

1. Was ist Chemotherapie?

Chemotherapie ist eine Behandlung mit Medikamenten, die schnell wachsende Zellen töten, und somit gegen Krebszellen wirkt. Meistens werden mehrere Medikamente kombiniert und Onkolog_innen wissen sehr genau, wie die Verabreichung zu erfolgen hat, damit der maximale Nutzen erzielt wird. Da die Substanzen, die mensch bekommt, ja nicht zwischen normalen Zellen und Krebszellen differenzieren können, wirken die Stoffe auf viele verschiedene Zellen, die die Eigenschaft haben sich schnell zu teilen. Dies verursacht Nebenwirkungen. Je nachdem welche Medikamente man bekommt, können verschiedene Nebenwirkungen auftreten. Prinzipiell schwächt Chemotherapie das Immunsystem, weswegen es sinnvoll ist durch verschiedene Maßnahmen das Immunsystem zu stärken, bzw. Belastungsfaktoren in der Umwelt zu reduzieren. Nebenwirkungen, die bei mir auftraten waren z.B:

  • Haarausfall
  • Blutarmut / Anämie
  • Immunsuppression
  • Übelkeit / Erbrechen
  • „Bamstige“ Hände/Füße – Polyneuropathien
  • Energieverlust / Müdigkeit / Fatigue-Syndrom
  • metalliger Geschmack im Mund
  • Appetitverlust

Ich habe einige Medikamente bekommen, zunächst Cisplatin, Etoposid und Bleomycin während der ersten Chemotherapie (BEP Schema). Dann Ifosfamid und Taxol bei der Vorbereitungschemo (IT Schema), und schließlich Carboplatin und Etoposid bei der Hochdosischemo (CE Schema).
Je nach Medikament sind Nebenwirkungen unterschiedlich. Z.b hatte ich beim BEP Schema durch das Cisplatin sehr viel Übelkeit, bei dem IT Schema dafür fast gar nicht. Dafür habe ich da Polyneuropathien bekommen, also eine Nervenstörung in den Händen und Füßen, was ein „bamstiges“ Gefühl macht.

2. Was war für mich hilfreich?

Immunsystem / Infektionsrisiko

  • Eine wichtige Ressource ist keimarme Ernährung. Wenn du gerade wegen Krebs in Behandlung bist, werden deine Ärzt_innen und Ernährungsberater_innen Dir das genau erklären. Es geht darum möglichst wenig keimbelastete Lebensmittel zu essen und weiters sehr auf (Küchen-)hygiene zu achten. Ich habe mich sehr genau daran gehalten und zusammen mit den anderen Dingen, die ich gemacht habe,musste ich z.B. nie aufgrund von irgendwelchen Infekten oder Fieber zwischen den Therapiezyklen ins Spital.
  • Es wird geraten enge Räume und öffentliche Verkehrsmittel zu meiden. Daran habe ich mich meistens recht streng gehalten. Ich bin selten in Kaffees, geschweigedenn Bars gegangen, die voll waren und auch selten ins Kino oder so. Ich habe irgendwie wenig Bedürfnis danach gehabt und wollte viel zu Hause oder in der Natur bei frischer Luft sein.
  • Genau Mundhygiene: mit weicher Zahnbürste und sanften Mundspülungslösungen, um die Mundschleimhäute zu stärken.
  • Körper-Geist-Medizin: Meditation, Achtsamkeit und Entspannungsübungen können den Körper dabei unterstützen in seinen ursprünglichen, entspannten Zustand zurückzufinden. Dann kann das Immunsystem auch besser arbeiten und das Infektionsrisiko sinkt. Anregungen dazu gibt es in vielen Artikeln bei den psychischen und Achtsamkeitsressourcen.

Übelkeit

  • Körper und Geist Medizin: Übelkeit wird nicht nur durch die Chemo-medikamente bzw. die Krebserkrankung verursacht, sondern auch durch die Angst vor der Übelkeit, sogenannte antizipierte Übelkeit. Ein Faktor für Übelkeit ist also rein der Verstand. Deswegen können wir durch Körper-Geist-Techniken, die den Verstand und Ängste beruhigen, auch Übelkeit und Erbrechen reduzieren. Über die integrative Onkologie habe ich erfahren, dass Chemotherapie Patient_innen, die tägliche Entspannungs- und Körperwahrnehmungsübung wie progressive Muskelentspannung oder Body-Scan-Meditationen durchführten, weniger von Übelkeit berichteten als Patient_innen, die das nicht taten (vgl. Block 2009: 227)
  • regelmäßige Mahlzeiten: Nach dem ersten Zyklus Chemotherapie war mir einfach nur schlecht. Ich hatte auch große Angst davor mich zu übergeben. Ich habe dann im Spital angerufen und eine Assistenzärztin hat mir den Tipp gegeben, regelmäßig und trotz Übelkeit zu essen zu probieren.
    Sie beruhigte mich und sagt, dass im schlimmsten Fall, das Essen wieder hochkommen, aber das es bei von Chemo hervorgerufener Übelkeit oft hilfreich ist zu essen. Das habe ich beherzigt und hat mir sehr geholfen. Vom Instinkt her wollte ich nichts essen. Im Falle von Chemotherapie ist es jedoch für mich dann besser gegangen, dem Körper Nährstoffe zuzufügen.
  • Antiemetika nehmen/verlangen: Let’s face it: Chemotherapie ist eine starke Behandlung mit giftigen Substanzen. Da ist die Devise „ganz oder gar nicht“ für mich hilfreich gewesen. Anfangs dachte ich es sei gut, zu versuchen „Übelkeit auszuhalten, solange es geht“ oder, dass es gut sei, so wenig Zusatzmedikamente wie möglich zu brauchen. Jedoch wirken die Medikamente gegen Übelkeit besser, wenn man sie beim ersten, leichten Aufkommen nimmt. Ich hatte vor der Erkrankung die Mentalität, keine oder wenig Medikamente bei Krankheiten wie Infekten zu nehmen. Bei Chemotherapie habe ich meine Einstellung geändert und bin dazu übergegangen einfach nach Dingen zu fragen, wenn ich etwas wollte oder brauchte. Ärzt_innen können auch Antiemetika verschreiben, sodass du zuhause für den Bedarf Medikation hast.
  • Pflanzen wie Ingwer / Ingerwertee: Ingwer ist sowieso gut gegen praktisch alles und Ingwer wird auch eine Wirkung gegen Übelkeitzugeschrieben. Deswegen habe ich viel und regelmäßig Ingwertee gekocht oder damit Speisen gewürzt oder auch so immer wieder an einer Scheibe geknabbert. Vorallem in Winter wirkt er auch wärmend, was wiederum ein positiver Effekt ist.

Müdigkeit / Energielevel

  • Kräftigung von Muskeln / Bewegung: Egal ob Menschen Krebs haben oder nicht, unsere Körper sind dazu da, in Bewegung zu sein. Zu viel sitzen und liegen tun dem Kreislauf nicht gut und die Durchblutung von Zellen und Gefäßen sind für das allgemeine Wohlbefinden und Gesundheit von Vorteil. Ich hatte z.B. bei meiner Hochdosis Chemotherapie jeden Tag Physiotherapie für Kräftigungsübungen. Bei den ersten beiden Chemos, bin ich immer wieder etwas auf einem Hometrainer Fahrrad gefahren oder bin in der Früh vor dem Frühstück eine halbe Stunde durch das Spital spaziert und habe ein paar Yoga Übungen gemacht.
  • Wirkliche Entspannung: Anfangs habe ich durch die viele Müdigkeit viele Serien, Filme, Clips auf youtube und so weiter angesehen. Ich bin sehr viel vor dem Computer gesessen. Aber im Gegensatz zur allgemeinen Annahmen, ist es für das Gehirn und den Körper überhaupt nicht entspannend vor dem Fernseher oder Computer zu sitzen. Es kostet viel mehr Energie und macht zusätzlich schlapp. Je mehr ich meditiert habe, desto eher habe ich sehr gezielt ausgewählt, was ich anschauen möchte und wie lange. Je weniger ich vor dem Computer war und desto mehr ich z.B. mit angeleiteten Meditationen oder Hörbüchern und Entspannungsreisen beschäftigt habe, desto besser ging es mit der Energie.
  • Frische Luft und Natur: Es ist auch keine große Neuigkeit, dass Natur und besonders Wald heilsam für uns Menschen ist. Es fällt mir leichter, eine tiefe Verbindung mit der Erde zu spüren, wenn ich inmitten von Bäumen und Natur bin. Besonders für Stadtmenschen wie mich, ist dieser Ausgleich wichtig. Ich habe mich immer sehr gefreut,wenn Freund_innen und Familie angeboten haben einen Ausflug ins Grüne zu machen.

3. Die Einstellung macht’s

Das Wort Chemotherapie löst in den meisten Menschen Unbehagen und negative Assoziationen hervor. Verständlich! Es ist auch in der Tat Gift, das während es Krebszellen tötet, auch andere Zellen tötet. Es ist eine etwas paradoxe Behandlung und Ärzt_innen sowie auch Patient_innen überlegen und wägen ab, bei welcher Erkrankung und welcher Behandlung es Sinn macht und ob sich Heilungseffekt und Nebenwirkungen die Waage halten. Bezüglich Chemotherapie habe ich folgende Gedanken:

  • Eigenverantwortung: Ich finde es aus einer ganzheitlich-medizinischen Sicht sinnvoll sich bewusst zu machen, dass man selbst die Verantwortung und Macht hat, sich für eine gewisse Behandlung zu entscheiden. Ich habe versucht bewusst mit der Haltung durch die Behandlung zu gehen, dass ich mich aktiv entscheide diese Therapie in Anspruch zu nehmen, weil es die beste Chance für mich ist zu heilen/ zu überleben und, dass ich es nicht machen „muss“.
  • Dankbarkeit: Ich habe versucht vor, zwischen und während der Spitalsaufenthalte zu Dankbarkeit zu meditieren. Es ist ein Privileg, das viele Menschen nicht haben, dass ich überhaupt Zugang zu dieser Leistung der modernen Medizin habe und ich in Österreich in einem Land / einer Gesellschaft lebe, in der diese teure Behandlung ermöglicht und bezahlt wird.
  • Mit mentalen Bildern arbeiten: Ich habe mir am Tropf hängend immer wieder vorgestellt, dass diese Medikamente zwar auch „gute Zellen“ betreffen, aber vor allem „Zellen, die zu viel sind“ mit Licht wegschmelzen“ anstelle von „töten“. Für mich war die Vorstellung „Gift zu bekommen“ und „Zellen zu töten“ kein hilfreiches mentales Bild, auch wenn auf physischer Ebene das eine adäquate Beschreibung für körperliche Vorgänge sein mag. Solche Umdeutungen mögen zwar vielleicht etwas komisch wirken für manche Menschen, aber es ist durchaus etwas, das viele Menschen machen und wird auch als „reimagining“ bezeichnet (vgl. Block 2009: 240f.)
  • Ganzheitlicher Ansatz: Ich finde es sinnvoll Chemotherapie als einen (zwar zentralen) Baustein, aber eben nur als einen von vielen im „Set“ meiner Behandlung zu sehen. Wir können von Ernährung, Bewegung, Meditation und Körper-Geist-Medizin und sozialer Unterstützung Organisieren viel für unsere Behandlung tun. Chemotherapie ist ein Tool und wir können durch viele Maßnahmen unseren Geist stärken, mit dem wir dann die Therapie besser durchstehen können und allgemein unsere Selbstheilungskräfte aktivieren.

4. Chemotherapie/ Bestrahlung / Operationen: Ja, Nein, wann und wie?

Ich habe mich entschlossen Chemotherapie zu machen und bin dankbar, dass es diese Behandlungsmöglichkeit gibt. Denn eines ist für mich klar: Ohne diese Möglichkeit, wäre ich schon sehr lange nicht mehr hier, und würde nicht diese Webseite erstellen. Meine behandelnden Ärzt_innen haben mir gesagt, dass ich gerade noch rechtzeitig in Behandlung gekommen bin. „Statistisch“ gesehen wäre bei mir, mit noch weiterer Ausbreitung des Tumors, eine Heilungschance nicht mehr realistisch gewesen. Ich bin kein Arzt und kann keinem anderen Menschen sagen, was er_sie tun soll. Ich weiß, dass für Hodenkrebspatienten Chemotherapie sehr gut wirkt und die Heilungschancen über 95% sind.

Wenn man im Internet nach alternativmedizinischen Methoden bei Krebserkrankungen sucht, stößt man schnell auf Videos, Links oder Menschen die propagieren, dass Chemotherapie prinzipiell und generell abzulehnen ist. An dieser Stelle möchte ich nochmals auf eine für mich grundlegende Haltung hinweisen: Ich bin für mein Leben verantwortlich und entscheide für mich meine Behandlungsform und die Menschen, die ich zu meiner Heilung einlade. Wenn Personen oder so genannte „Heiler_innen“, die selbst vielleicht gar nicht Krebs hatten, andere Menschen dazu drängen, etwas zu tun oder zu lassen, was ihnen helfen könnte oder selbst meinen, sie hätten „die“ Lösung, die für alle passt, lade ich dazu ein, in sich zu gehen und nachzuspüren, ob diese Personen wirklich als hilfreich für den eigenen Genesungsprozess empfunden wird.

Es stimmt: Es gibt auch Menschen, die ohne Chemotherapie und nur mit „alternativen“ Methoden von einer Krebserkrankung heilen. Ich finde diese Menschen unglaublich inspirierend und verweise auf dieser Seite an mehreren Stellen auch auf solche Personen oder deren Geschichten (z.B. Anita Moorjani). In einem anderen Artikel habe ich auch schon die Arbeit von Dr. Kelly A. Turner vorgestellt. Sie beforschte Menschen, die eine Radikalremission ihrer Tumorerkrankung erlebt haben. Es wäre auch für die schulmedizinische Onkologie spannend sich genauer mit diesen Menschen auseinanderzusetzen und eben auch endlich anzuerkennen, dass viele verschiedene Mechanismen im Körper wirken, die heilsam und unterstützend beim Gesunden von Krebserkrankungen sein können, und nicht Chemotherapie / Operationen und Bestrahlung an sich für alle Menschen, immer und zu jeder Zeit das alleinige Mittel sein müssen.

Bei meiner Erkrankung habe ich mir nie die Frage stellen müssen, wie und ob Chemotherapie effektiv ist. Ich wusste, dass Hodentumore sehr gut auf Chemotherapie ansprechen und die Heilungschancen deswegen gut sind, auch in meinem Fortgeschrittenem Stadium. Bei anderen Tumorerkrankungen ist das oft nicht so klar. Wenn sich Menschen in einer Entscheidungsphase über ihre Behandlung empfinden, habe ich zwei hilfreiche Ideen von Menschen, die mir dazu einfallen:

  • Informationen einholen macht Sinn
    Wir können immer ein zweite oder dritte Meinung einzuholen, selbst viel recherchieren und/oder Unterstützer_innen einzubinden, um Informationen zu sammeln. Eine sehr beeindruckende Geschichte, was passieren kann, wenn Menschen selbst aktiv beginnen, zu ihren Behandlungsmöglichkeiten zu recherchieren, habe ich kürzlich in einem Buch der wiener Krebs-überlebenden Janina Collin gelesen. Sie ist schlussendlich nach Japan gereist und hat dort eine spezielle, in Europa noch nicht so verbreitete, Strahlentherapie in Anspruch genommen.Später hat sie dann auch dazu beigetragen, dass diese Therapie jetzt in Österreich angeboten wird! Ihre Geschichte ist unglaublich stärkend für mich gewesen und das Buch allgemein sehr interessant geschrieben, ich kann es sehr empfehlen! Die Homepage dazu findest du hier.
  • Zweitens – Informations-Fasten: Anita Moorjani, über die ich noch mehr schreiben möchte, ist eine Frau, die nach einem Nah-tod-Erlebnis aufgrund eines fortgeschrittenen Lymphoms, innerhalb von wenigen Wochen von selbst komplett von ihrem Krebs geheilt ist. Sie schreibt in ihrem Buch „Dying to be me“ bzw. auf Deutsch „Heilung im Licht“ über ihre spirituellen Erfahrungen und Erkenntnisse. Sie berichtet in einem Video von der Technik des „Information-Fasten“. Sie verweist darauf, dass es extrem belastend und überwältigend sein kann, als Krebspatient_in mit sehr vielen Informationen konfrontiert zu werden und in vielleicht sehr kurzer Zeit große Entscheidungen über die Behandlung / das eigene Leben treffen zu müssen. Sie schlägt deswegen vor immer wieder ein paar Tage Informations-Fasten zu betreiben. Also keinerlei neue Informationen über Erkrankungen oder Gesundheit aufzunehmen, sondern stattdessen in sich zu gehen und zu versuchen sich mit der eigenen Intuition / inneren Weisheit / göttlicher Führung oder wie auch immer mensch dazu sagen möchte, zu verbinden. Es geht darum, neben der rationalen Ebene auch noch eine weitere – die spirituelle Ebene-als Ressource anzuzapfen und zu vertrauen, dass wir auch wichtige Hinweise von dieser inneren Ebene bekommen können.

Lange Rede – kurzer Sinn

Ich für mich sehe es so: Ich habe sehr viel durch meine Erkrankung lernen dürfen. Ohne Chemotherapie hätte ich gar nicht die vielen Entwicklungsschritte gehen können, die mich heute zu dem Mensch machen, der ich bin. Ich weiß für mich, dass ich ohne Schulmedizin im Alter von 26 oder vielleicht 27 gestorben wäre. Jedoch bin ich auch überzeugt davon, dass ich selbst mit vielen Dingen, die ich gemacht habe, dazu beigetragen habe, wieder gesund zu werden und es bis heute zu bleiben.
Mit dieser Webseite möchte ich auch zeigen, dass es durchaus möglich ist konventionelle Schulmedizin / Chemotherapie mit komplementär-medizinischen und ganzheitlichen Zugängen zu verbinden.

Egal wie / was du tust – die Einstellung macht’s. Auch wenn die schulmedizinische Behandlung von Krebs neben Operationen, Bestrahlung und Chemotherapien momentan wenig Alternativen kennt. Wie wir dieser Behandlung mit unserem Inneren begegnen, darauf haben wir zu 100% Einfluss und Wahlmöglichkeit! Weiters hat unsere innere Einstellung großen Einfluss auf unsere Selbstheilungskräfte und damit auch auf den Effekt einer Chemotherapie.

Ressourcen

Keith I. Block, M.D. (2009): Life over cancer. The Block Center Program for Integrative Cancer Treatment. Bantam Dell, New York

Video: Anita Moorjani -connecting with inner guidance (Englisch)

Webseite zum Buch „Krebs innovativ geheilt“ von Janina Collin

 


5 Gedanken zu “Ein paar Gedanken und Tipps zum Thema Chemotherapie – zwei Jahre Post Chemo

  1. Hallo Lukas,

    ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und finde ihn super! Gerade dieser Beitrag erinnert mich an meine 4 Zyklen PEB, die am 02.5.2018 abgeschlossen habe. Ich hoffe, dass ich in 2 Jahren auch so ein Post machen kann (sieht aber gut aus und ich bin optimistisch :D)

    Es finden sich so viele ähnliche Gedanken und Erfahrungen in dem Blogeintrag. Ich wollte zum Beispiel auch ungern Medikamente nehmen, aber manchmal hilft es eben (vor allem Zofran gegen Übelkeit :D)

    Wo ich dir aber am meiste Recht geben kann ist dein Leitgedanken im Bezug auf die Behandlung, der sich immer wieder durch deine Posts zieht: „Mit dieser Webseite möchte ich auch zeigen, dass es durchaus möglich ist konventionelle Schulmedizin / Chemotherapie mit komplementär-medizinischen und ganzheitlichen Zugängen zu verbinden.“

    Die Kombination von Schulmedizin und ganzheitlichen Ansätzen ist für mich auch zentral, nur leider schwer zu verfolgen, weil die meisten Information über die Schulmedizin zu finden sind. Für die ganzheitlichen/naturheilkundlichen Ansätze findet man deutlich weniger ausgewogene Ärzte oder Experten. Außerdem ist es immer Arbeit an sich selbst und die ist paradoxerweise schwerer als Medikamente schlucken 🙂

    Trotzdem versuche ich solche Ideen in meine Heilung zu integrierne: Ich meditiere ab und an oder machen Achtsamkeitsübungen (Jacobsen Muskelentspannung), will diesen Aspekt aber noch stärken.

    Ich freue mich schon die Tage weitere Posts von dir zu lesen! Dein Blog ist eine sehr gute Quelle.

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    1. Hallo Patrick,
      Habe deinen Blog kurz durchgesehen., Du scheinst ja da auch sehr viel Arbeit hineinzustecken. Wunderbar dass du deine Erfahrungen teilst! Danke für dein liebes Feedback. Das freut mich natürlich sehr. Außerdem motiviert es mich, mich jetzt wieder mehr dem Blog zuzuwenden, was ich jetzt drei MOnate nicht getan habe, da ich nach Berlin umgezogen bin und wieder zu arbeiten begonnen habe!
      Ich bin mir ganz sicher dass du in 2 Jahren hier sein und deinen Beitrag in die Welt bringen wirst. Bist du jetzt schon fertig mit der Behandlung? Ich wünsche dir Alles Gute,wo auch immer du im Prozess gerade stehst!
      glg Lukas

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      1. Hallo Lukas 🙂

        ach du bist nun nach Berlin gezogen, aus Österreich richtig? Dann viel Spaß in der Hauptstadt und hoffentlich musst du nicht in die Charite (wobei das Krankenhaust gut ist :D). Wohne ja auch hier.

        Ich bin faktisch nun in der Nachsorge nach den 4 PEB Zyklen und der RLA (offene Bauch-OP es wurde aber kein Krebs gefunden). Leider muss ich noch ein wenig durch die Wundheilung drin und fange langsam leicht zu arbeiten. Im August steht dann Reha an.

        Wie lange nach der Chemo hast du gebraucht um wieder fit zu werden und voll zu arbeiten?

        Einen schönen Samstag,
        Patrick

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