Krankheiten als Weg zur Heilung. Warum ich es hilfreich fand, zu fragen, was der Hodenkrebs mir sagen will.

Das Bild zeigt einen schneebedeckten Weg in einer Winterlandschaft

„The body is constantly communicating with us. If we were only willing to listen to it“
„Der Körper kommuniziert ständig mit uns. Wenn wir nur bereit wären zuzuhören“
Louise L. Hay

Der Zugang Krankheiten eine Bedeutung zuzuschreiben und zu suchen, was dahintersteht oder was wir daraus lernen können, ist in vielen traditionellen Heilmethoden verankert und war vor der Etablierung der wissenschaftlich-rationalen schulmedizinischen Herangehensweise normal. Auch in einer psychoonkologischen Broschüre habe ich gelesen, dass es für viele Patient_innen wichtig ist, ihrer Krankheit einen Sinn zu geben. Es ist wiederum eine Möglichkeit, sich selbst als wirkungsvoll und handlungsfähig wahrzunehmen. Wenn ich mir über eine Erkrankung Hypothesen bilden kann, kann ich auch daran arbeiten, etwas zu verändern. Ich nehme dann aktiv auf meine Lebensgestaltung Einfluss und erziele eventuell dahingehend Veränderung, dass ich innere Einstellungen oder äußere Umstände ändere, dadurch entspannter und glücklicher bin und somit mehr Ressourcen habe, mich selbst zu heilen.

Ich möchte in diesem Artikel auf einige Gedanken von zwei Personen eingehen, die Krankheiten mit einer spirituellen/metaphysischen Bedeutung versehen.
Einerseits auf die erst kürzlich verstorbene US-Amerikanerin Louise Hay, über die ich auch bei den Artikeln zu Psyche/Geist noch zu sprechen komme werde. Andererseits auf das Buch „Krankheit als Weg“ von Rüdiger Dahlke und Thorwald Detlefsen. Dies ist im deutschsprachigen Raum quasi ein Klassiker und bietet ein paar interessante Ideen. Gleichzeitig möchte ich hier festhalten, dass ich beim Lesen dieses Buchs immer wieder nicht mitgehen konnte. Ich finde manche Passagen sind schlichtweg nicht am aktuellsten Stand der gesellschaftlichen Diskussionen und habe den Eindruck, dass von den Autoren ein gewisser Dogmatismus und eine pauschale Verunglimpfung von Schulmedizin ausgeht. Dies entspricht überhaupt nicht meiner Herangehensweise und deswegen wollte ich es hier gleich erwähnen, falls du das Buch lesen möchtest.
Meine zentrale Botschaft dieses Artikels ist, dass es die Möglichkeit gibt, Krankheiten nicht als sinnlose, von nichts kommende Ereignisse, der wir zufällig zum Opfer fallen, zu sehen. Sondern wir können mit der Frage an sie heran gehen, welche Botschaften sie für uns haben könnten. Am Ende des Artikels, mag ich ein paar meiner Deutung zu meiner (Krebs-)erkrankung mit euch teilen.

Symptom und Krankheit trennen

Rüdiger Dahlke und Thorwald Detlefsen differenzieren in ihrem Buch „Krankheit als Weg“, zwischen Krankheit und Symptom. Krankheit meint, dass in der Gesamtbetrachtung des Menschen etwas aus der Mitte in ein Ungleichgewicht geraten ist. Gesundheit wäre demnach Ganzheit und Balance. Ein Symptom ist lediglich ein körperlicher Ausdruck eines Ungleichgewichts des Gesamtsystems. „Ein Symptom ist ein Signal, das Aufmerksamkeit, Interesse und Energie auf sich lenkt und damit den üblichen Gleichlauf in Frage stellt“ (Detlefsen/Dahlke 2015: 21). Ein Symptom wie eine Grippe, Schmerzen, ein Ausschlag oder auch Krebs zwingen uns, für einen gewissen kürzeren oder längeren Zeitraum hinzusehen was los ist, und unterbrechen unseren Alltag. Bei mir geschah dies in einer sehr extremen Form, mein Alltag wurde komplett unterbrochen. Ein Jahr lang war ich nur damit beschäftigt, am Leben zu bleiben.

Nicht in jedem Moment vielleicht, aber grundsätzlich kann ich schon sagen, dass Krebs zu haben auf eine gewisse Weise das Beste war, was mir je im Leben passiert ist. Ohne diese Erkrankung hätte ich nicht die Dinge gelernt, die ich jetzt weiß, und ich würde noch immer komplett gefangen in meinen alten Mustern durch die Welt gehen. Es gab einen Punkt als ich mit der Erkrankung Frieden geschlossen habe,was sehr heilsam war. Das heißt jedoch nicht, dass es notwendig ist, so eine schlimme Krankheit zu bekommen. Ich möchte durch das Schreiben dieses Blog ja eben zeigen, was man tun kann um gesund zu bleiben.

Oft werden in der Schulmedizin nur Symptome behandelt. Wir Menschen wollen, dass ein Symptom schnell weg ist, damit wir wieder normal im Alltag funktionieren. Aus einer ganzheitlichen Sicht betrachtet muss aber festhalten werden, dass dabei etwas auf der Strecke bleibt. Auch wenn es nur so etwas ist, wie die Botschaft des Körpers zu hören „Bitte: mache eine Pause, ich bin erschöpft“. Wenn wir ständig die kleinen Botschaften überhören, wird der Körper irgendwann größere Botschaften schicken, die dann nicht mehr so leicht unterdrückt werden können.

Symptom und Krankheit deuten

Sowohl Louise Hay, als auch Rüdiger Dahlke / Thorsen Detlefsen haben Bücher mit vielen Reflexionen zu spezifischen Krankheiten geschrieben, also welche Themen speziell mit Krebs oder Ausschlägen oder mit dieser oder jener Körperstelle verbunden sein können. Auch bei der Osteopathie oder in der traditionell chinesischen Medizin z.B. werden verschiedenen Organen und Körperteilen verschiedene Bedeutungen zugeschrieben. Es kann Sinn machen sich damit zu beschäftigen. Ich habe auch immer wieder sinnvolle Dinge bei solchen Zugängen gefunden, wie ich weiter unten ausführen möchte.

Manchmal haben solche Zuschreibungen aber auch verunsichernd, verwirrend auf mich gewirkt, oder es kann Druck machen oder ich hatte das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben (z.B. hört man, wenn es um ganzheitliche Heilung geht, immer wieder, dass Krebs als unterdrückter Groll oder Wut gedeutet wird, oder ein bestimmter Persönlichkeitstyp eher Krebs bekommt). Ich finde eine Deutung muss für uns selbst Sinn machen und hilfreich sein. Wenn andere Menschen dir ihre Weisheit aufdrücken wollen, hat das weniger mit dir / deiner Erkrankung als mit diesen Personen zu tun. Manche Krebspatient_innen erleben auch, dass ihnen Schuld an ihrer Erkrankung gegeben wird. Die ist einfach ein psychischer Abwehrmechanismus von Menschen, die sich der Illusion hingeben, dass ihnen so etwas nicht passieren kann. Näheres dazu hier. Ich bin zum Schluss gekommen, dass wir nur selbst Antworten auf die Frage nach dem Sinn einer Erkrankung geben können und es deswegen recht unwichtig ist, was andere Menschen glauben oder meinen zu „wissen“.

Wichtig ist bevor und wenn wir solche Krankheitsdeutungen anschauen, uns auch mit Schamgefühlen und Selbstverurteilung auseinandersetzen und so gut es geht und davon lösen. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, soll nichts Druck machen. Es geht darum zu schauen, ob etwas Sinnvolles und Hilfreiches für einen selbst herausschaut. Wenn wir mit so einer Methode beginnen in uns hineinzuschauen, ist es sinnvoll, wenn wir gelernt haben, mitfühlend mit uns selbst /achtsam zu sein und uns von professionellen Menschen unterstützen zu lassen.

Ich habe etwas sehr Spannendes bei Louise Hay gelesen. Louise Hay ist mit ihren Büchern sehr bekannt geworden, in denen sie Menschen beibringt oder ihnen zeigt, wie wichtig es ist, sich selbst zu lieben und anzunehmen. In einem Interview im Film „You can heal your life“ spricht sie davon, dass sie am Anfang ihrer Arbeit besonderes Augenmerk auf einzelne Symptome gelegt hat. Sie hat sich mit ihrer Erfahrung ein System zusammengelegt, welche Themen mit welchen Symptomen / Organen oder Körperteilen zusammenhängen. Nach und nach hat sie erkannt, dass es im Endeffekt immer um Selbstliebe und Eigenakzeptanz geht. Egal was das Symptom ist, die Therapie ist immer, uns selbst mehr und mehr so anzunehmen, wie wir sind. Das finde ich ein schönes Bild, und hat mir geholfen stressfreier und achtsamer mit gewissen „alternativen Behandlungen“ umzugehen, die vermeintlich eindeutige Erklärungen für irgendwelche Krankheiten liefern wollen.

Louise Hay meint, dass der Körper von sich aus ständig daran arbeitet, den maximal möglichen Gesundheitszustand zu erhalten und dass er ständig mit uns kommuniziert. Wir müssen „nur“ zuhören. Dieses „Zuhören“ bekommt in unserer derzeitigen Gesellschaft leider jedoch nicht so viel Förderung wie nötig. Wir befinden uns momentan aber in einer Transformationsphase, indem immer mehr Menschen sich auf andere, neue, und tiefere Art und Weise mit sich und ihrer Umwelt auseinandersetzen und es mehr und es mehr Konzepte zu ganzheitlicher Heilung gibt.

Jede Krankheit ist eine Lernaufgabe auf dem Weg zur Ganzheit

„Krankheit ist nicht eine versehentliche – und daher unliebsame Störung – auf dem Weg, sondern Krankheit ist selbst der Weg, auf dem der Mensch dem Heil entgegenwandert“
Rüdiger Dahlke, Thorwald Dethlefsen (2015 S. 28).

Ich sehe es auch so: Jede Krankheit will uns zeigen, dass es letztendlich im Leben darum geht, uns selbst mit allen Facetten unseres Seins bedingungslos zu akzeptieren und zu lieben. Und es geht darum zu erkennen, dass wir mehr sind als unser Ego oder unser Körper, dass wir ein mit allem verbundener Teil des Ganzen sind und im Hier und Jetzt glücklich sein können. Aber immer Schritt für Schritt 😉

Es macht auch Sinn zu schauen, ob uns eine Krankheit oder ein Symptom in einer bestimmten Körperregion dabei helfen kann, genauer hinzuschauen, welche Anteile und Themen wir noch nicht ganz akzeptiert haben und unsere Aufmerksamkeit benötigen. Insofern ist jede Krankheit für mich eine Einladung tiefer zu gehen, zu schauen, was in unserem Leben passt und was vielleicht geändert werden muss und dankbar zu sein für das, was funktioniert.
Es reduziert für mich viel Stress, die eigene Lebenssituationen (z.B. in Form einer Krankheit) als „Weg“/ als Lernaufgabe zu sehen, anstelle des Gedanken, dass einem „Pech“ oder „Unglück“ widerfahren ist, oder gar einen Beweis darin zu sehen, dass das Leben einen besonders unfair und hart trifft.

Es kann meiner Erfahrung nach manchmal ziemlich lange dauern, bis so ein Moment der Erkenntnis kommt, an dem man wirklich etwas versteht. Das kann manchmal Wochen, manchmal Monaten oder Jahre dauern. Vertraue darauf: Wenn du offen dafür bist und Dinge tust um tiefer zu gehen (wie Meditation, Therapie oder was auch immer es ist), dann werden Erkenntnisse und Eingebungen kommen. Symptome und Krankheiten werden Sinn für dich machen und du wirst daraus lernen und gestärkt hervorgehen.

Polarität und Einheit – Der Weg zur Mitte

Louise L. Hay und Dethlefsen/Dahlke schreiben der linken und rechten Körperseite verschiedene symbolische Bedeutungen zu. Dies wird in Zusammenhang mit der linken und rechten Gehirnhälfte gesetzt, die unterschiedliche Schwerpunkte abdecken.
Laut der Hirnforscherin Jill Bolte Taylor ist die linke Gehirnhälfte für rationale, analytische, kategorisierende Funktionen zuständig, denkt in Vergangenheit und Zukunft, und kreiert unser Identitätsgefühl und Gefühl für uns Selbst / unser Ego. Die rechte Seite hingegen steht für ganzheitliches, emotionales Denken, Verbundenheit und die Erfahrungen im Jetzt. Beide Gehirnhälften sind wichtig und notwendig und durch die Brücke verbunden (näheres dazu in diesem Ted-Talk) .

In vielen poluplärwissenschaftlichen Büchern oder Zeitschriften werden den Gehirnhälften dann „männliche“ oder „weiblichen“ Eigenschaften zugeschrieben. Dies ist meines Wissens nach aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar. Ich finde die Idee dieser verschiedenen Aufgaben hingegen sehr interessant. Zur Bedeutung von Hirnforschung und sogenannter „spiritueller Erleuchtung“ gibt es die berühmte Geschichte der amerikanischen Hirnforscherin Jill Bolt Tylor. Ihre linke Gehirnhälfte wurde durch einen Schlaganfall lahmgelegt und sie hat dadurch viel über die Funktionsweise des Gehirns verstanden. Dazu schreibe ich ausführlicher in einem bald folgenden Artikel.

Von Bedeutung ist hier für mich, dass laut Dahlke / Dethlefsen die Themen Polarität und Einheit für Heilung wichtig sind. Es geht um einen guten mittigen Ausgleich aller Anteile.
Sie stellen in ihrem Buch ein System von Polarität zwischen Ying- und Yang-Prinzip vor, welches im Taoismus begründet und weitgehend bekannt ist. Diesen Prinzipien wird dann oft in unserem dualistischen Geschlechterdenken die Bedeutung für „weibliche“ Eigenschaften und „männliche“ Eigenschaften hinzugefügt. Yang wäre das männliche Prinzip, die linke Hirnhälfte, welche mit der rechten Körperseite verbunden ist. Ying wäre das weibliche Prinzip, die rechte Gehirnhälfte, die stärker mit der linken Körperseite verbunden ist. Beides bedingt sich gegenseitig und bildet zusammen die Ganzheit (vgl. Dahlke/Dethlefsen 2015: 42f.).
Wie schon beschrieben, finde ich diese Zuschreibung zu den Geschlechtern nicht sinnvoll. Für mich ist das ein Ausdruck der gesellschaftlichen Ordnung und von menschlichen Ideen und Wünschen nach Ordnung und Kategorien. Worum es mir geht ist das Bild, dass Gesundheit und Heilung in der Überwindung der Dualität und in dem harmonischen Ausgleich verschiedener Prinzipien zu sehen ist. Insofern ist es egal, ob wir männlich, weiblich, trans- oder intergeschlechtlich sind, es ist für uns heilsam in unsere Mitte und einen guten Ausgleich zwischen verschiedenen Polaritäten zu schaffen.

Warum ist das für mich wichtig? Die Deutung meiner Erkrankung

Wie schon an ein paar Stellen erwähnt, hat mich meine Krankheit sehr viel gelehrt. Ich möchte hier ein paar Erkenntnisse teilen. Ich kann gar nicht vollständig zusammenfassen, wie viele Dinge ich durch meine Krebserkrankung erkannt habe, die Liste wäre gefühlt endlos bzw.gibt es dafür ja diesen Blog. Es sollen einfach einige Punkte exemplarisch aufgelistet werden, damit ihr eine Idee bekommt, wozu Krankheitsdeutung sinnvoll sein kann.

  • Selbstwert: Ich habe gelernt, dass mein Selbstwert nicht von meinem Tun, Arbeit, Freund_innen, Status, Aussehen, Partnerschaft oder sonst etwas abhängt. Ich möchte weiterlernen, mich mit all meinen Fehlern, Schwächen und Unzulänglichkeiten anzunehmen.
  • Ängste: Ich habe erkannt, dass ich eigentlich mein ganzes Leben mit ständiger Angst gelebt habe. Angst nicht genug zu sein, nicht genug zu können, z.B. für den Job, nicht gemocht zu werden etc. Daraus ist ein riesiger Leistungsdruck resultiert und ich war ständig unter Stress. Der Krebs war in diesem Sinne wirklich eine Notbremse und hat mir gezeigt: so kann ich nicht weiterleben.
  • Spirituelles Erwachen: ich habe viele elementare Dinge des Lebens verstanden und erkannt, dass Meditation und Achtsamkeit ein Weg ist, mit dem ich mein Leben gestalten will. Ich habe mich in der Vergangenheit innerlich permanent zu stark unter Druck gesetzt und nun erkannt, dass ich mehr im Jetzt leben möchte und muss, um gesund zu bleiben.
  • Sanftheit mit mir selbst: ich habe erkannt, dass ich mich oft selbst massiv abwerte und unter Druck setze und dass ich lernen muss, liebevoll mit mir selbst umzugehen.
  • Zu mir stehen / Konflikte zulassen: Meine Krebserkrankung betraf den rechten Hoden/ rechte Seite, welche für sogenannte „männlich konnotierte“ Eigenschaften steht. Ich habe erkannt, dass ich in vielen Bereichen dieses Prinzip nur wenig lebe. Ich habe entdeckt, dass ich mehr lernen will, zu mir zu stehen, mich durchzusetzen, klar Position zu beziehen, sowie Wünsche und Bedürfnisse zu artikulieren. Ich bin immer sehr schnell auf Rückzug gegangen bei Konflikten und habe alles hinuntergeschluckt, ich lerne jetzt mehr Konflikte zuzulassen und meine Gefühle auszudrücken.
  • Ich habe noch mehr realisiert, dass Sexualität für mich ein riesiges Thema bezüglich Heilung ist und ich mir in diesem Bereich mehr Unterstützung holen möchte. Ich möchte mehr darauf achten, wie ich für mich passend meine Sexualität leben kann und mich mit Schamgefühlen auseinandersetzen.
  • Ich habe gesehen, dass ich Wut und Aggression zulassen und in einem positiven Rahmen/ auf eine positive Art und Weise ausleben lernen möchte.

Zusammenfassung

Insofern machte und macht es für mich Sinn mich immer wieder zu fragen, welchen „Sinn“ irgendein körperliches Symptom, das mich „nervt“ haben könnte.

Dies kann beispielsweise in einer Meditation geschehen. Ich glaube dass es sinnvoll ist, nicht nur auf der rationalen Ebene zu bleiben, und sozusagen zu „analysieren“ was falsch gelaufen ist. Ich finde es auch sinnvoll, manchmal thematische Meditationen zu machen. Du kannst dir z.B. vor einer Meditation eine Frage stellen und dann wieder den Verstand beruhigen, und sehen, ob eine „Antwort“, von einer tieferen Ebene, als jener des Denkens, kommt. Wichtig dabei ist, keinen „Leistungsdruck aufzubauen“, also zu erwarten, dass etwas kommen muss oder soll. Wie auch immer du es machst, vielleicht ist es für dich sinnvoll dir folgende Fragen zu stellen:

  • Was genau will mein Körper mir mit diesem Symptom und dieser Krankheit sagen?
    Auf welche Themen deutet er hin?
  • Was gibt es aus meiner Vergangenheit, das der Heilung bedarf?
  • Wie möchte ich in Zukunft leben, mit gewissen Themen umgehen?
  • Was braucht mein Körper an internen Prozessen und Veränderungen, damit er gesund werden und bleiben kann?
  • Welche Gefühle sind mit gewissen Symptomen oder Vorgängen verbunden? Wie kann ich diese Gefühle auf eine emotional sichere Art und Weise zulassen und anders Ausdruck verleihen?

Eine andere Möglichkeit ist mit der Eigendiagnose und dem „eigenen Rezept“ von Lissa Rankin zu arbeiten. Diese Methode werde ich noch genauer vorstellen, da ich sie nach meiner Chemotherapie auch selbst so durchgeführt habe.
Ich lade alle Menschen herzlich dazu ein, sich bei Erkrankungen und Symptomen mit solchen Fragen auseinanderzusetzen.

Ressourcen

Dahlke, Rüdiger/ Detlefsen, Thorwald (2015): Krankheit als Weg. Deutung und Bedeutung der Krankheitsbilder. Goldmann, München

Rankin, Lissa Dr. med (2014): Mind over medicine. Warum Gedanken oft stärker sind als Medizin. Kösel-Verlag, München, 3. Auflage

Zum Download des Fragebogens zur Selbstdiagnose und Eigenrezept nach Dr. Lissa Rankin

Louise L. Hay (2013): Wahre Kraft kommt von Innen, Ullstein Verlag, Berlin

Einführende Informationen zu Krebs und Psyche – Psychoonkologie

Jill Bolte Taylor – „my stroke of insight / Wie cool! Ich habe einen Schlaganfall!“

 


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